Montag, 21. Februar 2011

Radio-Future – eine Analyse der crossmedialen Zukunftsperspektiven des Radios


Seit der Entwicklung des Rundfunks Ende des 19. Jahrhunderts haben sich nicht nur die technischen Übertragungswege rasant verändert sondern vor allem auch die Programminhalte und Hörgewohnheiten der Rezipienten.

Beginnend mit der Format-Entwicklung des Radios und der klassischen Entwicklung des Rezeptionsverhaltens soll in dieser Arbeit die aktuelle Veränderung der Konsumation von Radio-Inhalten und den damit verbundenen Apps-, Streaming-, Audio on-Demand Varianten untersucht und daraus Schlüsse für crossmediale Verbreitungswege und Zukunftsperspektiven des Radios gezogen werden.


Forschungsfragen:

·      Hat sich das Rezeptionsverhalten der Hörer durch Radio-Apps und On-Demand-Audio verändert?
·      Ist in weiterer Folge ein Zusatznutzen (Bild) erforderlich?


These:
Radio-Apps verändern das Rezeptionsverhalten


In der empirischen Forschung sollen mittels eines online Fragebogens an mehrere hundert Radiohörer folgende Gebiete untersucht werden:
·      Gibt es ein unterschiedliches Rezeptionsverhalten zwischen klassischem, terrestrischen Radio und hören via App/Simulcast-Stream/Podcast?
·      Partizipieren Hörer via App tatsächlich mehr und identifizieren sie sich mehr mit dem Programm?
·      Braucht so eine Application dann einen zusätzlichen Mehrwert (Bild) um tatsächlich dauerhaft genutzt und auch immer wieder upgedated zu werden und nicht irgendwann wieder gelöscht zu werden?
·      Die Rezipienten sind aktiver, sie haben sich ja auch bewusst die Technologie dafür besorgt und können sich bewusst an mehr Programminhalte erinnern. Wollen sie auch bewusst mehr am Programm mitwirken und zum Prosumenten werden?
·      Sollte es alternative Angebote für unterschiedliche Hörerverhaltensweisen geben?

Zusätzlich zu dieser groß angelegten Umfrage soll es Experteninterviews geben (u.a. mit der BBC die gerade in diesem Bereich viel forschen) die keine repräsentativen Forschungsergebnisse bringen werden jedoch wertvolle Meinungen von Medien- und Radiomachern aus ganz Europa zur Veränderung des Rezeptionsverhaltens und den für sie daraus resultierenden Konsequenzen geben sollen.


Erste Literatur:

·      Gust/Schlenke, Radio 2.0: Der Einfluss der digitalen Medien auf den Hörfunk in Deutschland, 2009
·      Schenk, Medienwirkungsforschung, 2007
·      Schweiger, Theorien der Mediennutzung, 2007
·      Kühne, Perspektiven der Radionutzungsforschung, 2008
·      Six/Gleich, Kommunikationspsychologie – Medienpsychologie, 2007
·      LaRoche/Buchholz, Radio-Journalismus, 9., 2009
·      Studie der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg und des SWR „Radio Plus, Radiomarken der Zukunft“ zum Thema Radio-Apps
·      Winter, Der produktive Zuschauer. Medienaneignung als kultureller und ästhetischer Prozess, 2010
·      Brosius/Koschel/Haas, Methoden der empirischen Kommunikations-forschung, 2008
·      Tuma, Von der Medienwirkungsforschung zur konstruktivistischen Rezeptionsforschung, 2004

Samstag, 12. Februar 2011

Welche crossmedialen Zukunftsperspektiven gibt es für das Radio?

Eine Analyse des veränderten Rezeptionsverhalten durch Apps-, Audio on Demand-, Streams & Co - und die daraus resultierenden evt. geforderten Zusatznutzen, damit möchte ich mich in meiner Masterthesis an der Donau Uni Krems im Fach "Crossmedia, Design & Development" auseinandersetzen.

Mit dem Radio der "Zukunft" hat sich auch ein Kongress in Karlsruhe beschäftigt:


Die Ergebnisse der dort präsentierten Studie im kurzen Überblick:
  • 62 Prozent der Befragten beurteilten die digitalen Zusatzdienste als für sie „interessant“, fast die Hälfte erwartet allerdings, dass die Dienste kostenfrei angeboten werden.
  • 74 Prozent der Befragten würden sich „ganz bestimmt“ oder „wahrscheinlich“ eine der getesteten Anwendungen herunterladen.
  • 63 Prozent der Befragten hätten nichts gegen die Nennung eines Sponsors.
  • 84 Prozent der Befragten bescheinigt „Radio Plus“, dass nützliche Zusatz-Informationen zu Songs geliefert werden.
  • 77 Prozent der Befragten sehen regionale Veranstaltungstipps als den relevanten Service an.